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Vestas: Spekulationen um chinesische Übernahme

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Der Aktienkurs des dänischen Windenergieanlagen-Herstellers Vestas wurde am Montag aufgrund von Übernahmegerüchten stark beflügelt. Zwei chinesische Konkurrenzunternehmen aus der Windenergiebranche haben laut Angaben der dänischen Tageszeitung „Jyllands-Posten“ ihr Interesse am weltgrößten Anlagenhersteller bekundet. Dies sorgte für einen Anstieg des Kurses um bis zu 20 Prozent.

Seit Oktober fällt der Aktienkurs von Vestas

Damit wurde das Unternehmen mit mehr 5 Milliarden Euro Wert beziffert. Bei den chinesischen Übernahmekonzernen handelt es sich um Xinjiang Goldwind und Sinovel. Derzeit steckt die Windenergiebranche, sowie andere Segmente des Marktes für erneuerbare Energien, in der Krise. Der Grund dafür sind sinkende Preise für Windturbinen sowie gekürzte staatliche Subventionen für alternative Energieerzeugung. Doch auch sorgen große Überkapazitäten für eine Bereinigung des Windmarktes. Nach zwei Gewinnwarnungen hat Vestas seit Oktober über die Hälfte seines Kurswertes verloren. Um die finanziellen Schwierigkeiten zu bewältigen gab das Unternehmen eine große Umstrukturierung des Managements bekannt. Auch sollen mehr als 2300 Arbeitsplätze abgebaut werden. Weder Goldwind und Vestas äußerten sich konkret zu den Angaben des Zeitungsberichtes. Ebenso gab es keinerlei Stellungnahme von Sinovel. Laut Meinungen von Analysten sei das Interesse zur Vestas-Übernahme seitens der chinesischen Windkraft-Unternehmen durchaus plausibel. Der dänische Konzern sei sowohl für Goldwind, als auch für Sinovel ein starkes Übernahmeziel, so der Analyst Keith Li von CIMB Research. Insbesondere Goldwind verfolge aggressive Expansionspläne.

Übernahme von Vestas könnte für chinesischen Konzerne hilfreich sein

Durch die Übernahme von Vestas könnten die chinesischen Konzerne schneller wachsen und zugleich ein wertvolles Unternehmen einkaufen. Sinovel und Goldwind können auf ausreichend finanzielle Mittel zurückzugreifen. „Beide haben die Rückendeckung des Staates und könnten bei Bedarf auf eine Finanzierung durch Banken zurückgreifen“, so der Analyst. Dem Bericht der Jyllands-Posten zufolge sei die breite Aktionärsbasis ein nicht zu unterschätzendes Hindernis. Die Bieter könnten dadurch Schwierigkeiten bekommen, sich mehr als 90 Prozent der Anteile des dänischen Unternehmens zu sichern.

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