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Windkraft als Alternative für Entwicklungsländer

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Um die Maßnahmen zum Klimaschutz in Schwellen- und Entwicklungsländern zu fördern, werden ab dem Jahr 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Dies wurde von den zahlreichen Staaten beschlossen an der Klimaschutzkonferenz 2010 in Cancún teilnahmen. So soll ein Teil der finanziellen Mittel die Mehrkosten decken, die erneuerbare Energien gegenüber fossilen Brennstoffen erzeugen. Auf welche erneuerbaren Energien die Entwicklungsländer setzen sollen, klärte das Team der ETH Zürich um Tobias Schmidt vom Departement Management, Technologie und Ökonomie. Dabei verglichen sie für jeweils sechs Schwellenländer die Kosten zur Deckung eines Zehntels ihres Energiebedarfs durch Photovoltaik und Windkraft.

Windkraft in Entwicklungsländer sinnvoll

Das Ergebnis ist deutlich. So stellte sich heraus, dass besonders die Nutzung der Windkraft in Ägypten, Brasilien, Indien, Kenia, Thailand und Nicaragua sehr effektiv ist. Dies publizierten die Forscher in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“. In Nicaragua und Kenia sei die Stromerzeugung durch Windkraft derzeit sogar kostengünstiger als konventionelle Energiequellen. Da beide Länder zum Teil Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung verwenden, verteuert sich der Strompreis aufgrund des hohen Ölpreises enorm. „Dass Wind billiger ist als der gegenwärtige Strommix, stimmt jedenfalls dann, wenn man den Berechnungen den Weltmarktpreis für fossile Energien zugrunde legt“ erklärte Schmidt in einer Mitteilung der ETH Zürich. Jedoch werden Erdöl und Erdgas in vielen Ländern staatlich subventioniert. In der Praxis werden Erdgas und Erdöl allerdings vielerorts subventioniert. So wird beispielsweise in Ägypten das eigene Erdgas den Stromunternehmen zur Hälfte des Weltmarktpreises zur Verfügung gestellt. Aufgrund des steigenden Erdölpreises wird der Strompreis in Kenia von Seiten der Regierung stabil tief gehalten und Defizite in der Energieerzeugung mit Steuergeldern gedeckt.

Subventionen für fossile Energieträger müssen reduziert werden

Tobias Schmidt erklärte, dass die Fördergelder für den Klimaschutz einer regelrechten Quersubvention von Erdgas und Erdöl gleichen, solange diese direkten und indirekten Subventionen bessere Rahmenbedingungen für fossile Energiequellen schaffen, als für erneuerbare Energien. „Die Subventionen auf fossile Energieträger müssen reduziert werden.“ Schmitt fordert daher, dass die Fördermittel aufgrund dieser Situation an bestimmte Bedingungen geknüpft werden sollen, beispielsweise der Offenlegung der Subventionen, was anschließend bei der Festsetzung der Fördergelder berücksichtigt werde.

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